Viele Unternehmen bevorzugen heute virtuelle Bewerbungsgespräche, um sowohl Zeit als auch Kosten sparen zu können. Termine sind einfacher aufzusetzen und es fallen keine langen Anfahrtswege an – das gibt zusätzliche Flexibilität. Für Bewerber gibt es jedoch einige wichtige Aspekte zu beachten, angefangen bei der Vorbereitung bis hin zum Bewerbungsgespräch selbst. Wir geben dir in diesem Artikel praktische Tipps, wie du einen positiven und bleibenden Eindruck bei deinem potenziellen Arbeitgeber der Zukunft hinterlassen kannst.
Eine gründliche Vorbereitung ist ein absolutes Muss
Vorab die Technik kurz testen
Es gibt heute viele unterschiedliche Videokonferenz-Programme, die insbesondere bei Unternehmen beliebt sind. Einige nutzen Microsoft Teams, andere bevorzugen hingegen Zoom oder Webex von Cisco. Im Grunde genommen funktionieren sie alle identisch, doch beim Aufsetzen kann es immer wieder Unterschiede und Komplikationen geben.
Deswegen lautet die Empfehlung, jede App vor dem eigentlichen Bewerbungsgespräch kurz zu testen. Meistens gibt es in den Einstellungen eine Option, um Video und Mikrofon in der App selbst zu testen. So gibt es keine bösen Überraschungen, wenn der Video-Call tatsächlich beginnt. Ebenfalls wichtig: Stelle sicher, dass dein Internet zügig und stabil arbeitet.
Umgebung, Hintergrund und Beleuchtung beachten
Je nachdem, welche Art von Mikrofon du benutzt, kann es unschöne Störgeräusche im Hintergrund aufnehmen. Achte deshalb darauf, dass du dich in einem möglichst stillen Raum befindest. Der Hintergrund kann ebenfalls entscheidend sein, um einen professionellen Eindruck zu hinterlassen. Viele Menschen greifen hier zu virtuellen Hintergründen.
Ein virtueller Hintergrund kann vorteilhaft sein, wenn du keinen aufgeräumten Raum hast. Auf der anderen Seite kann das aber auch den Eindruck hinterlassen, dass es etwas zu verstecken gibt. Wäge also die Vor- und Nachteile gegeneinander ab. Achte zudem auf eine natürliche Beleuchtung von vorne, um eine unschöne Schattenbildung zu vermeiden.
Adäquate Kleidung bleibt nach wie vor wichtig
Obwohl du dich beim virtuellen Bewerbungsgespräch von Zuhause aus einwählst, darfst du auf eine adäquate Kleidung nicht verzichten. Ob das ein Hemd oder Anzug mit Krawatte sein muss, hängt natürlich von den Erwartungen deines potenziellen Arbeitgebers ab. Hier sei noch einmal gesagt, dass du auch deine untere Körperhälfte entsprechend kleiden solltest.
Es kann nämlich immer mal sein, dass du unerwartet aufstehen musst. Viel zu oft gab es schon den Fall, dass ein Bewerber im Gespräch im schicken Anzug und Krawatte erscheint, um beim unerwarteten Aufstehen dann die Jogginghose zu entblößen. Einige Arbeitgeber werden das nachvollziehen können oder sogar amüsant finden, andere sehen das hingegen kritischer.
Tipps zum Verhalten während des Gesprächs
Aufrechte Sitzhaltung und Blickkontakt
So wie im Bewerbungsgespräch vor Ort kann die Körperhaltung auch im Video-Call einen positiven oder negativen Eindruck hinterlassen. Deswegen ist eine möglichst aufrechte Sitzhaltung wichtig. Beim Blickkontakt gibt es ebenfalls etwas zu beachten: Du musst je nach Setup bei dir Zuhause eher in die Kamera schauen als auf den Bildschirm.
Alternativ kannst du aber auch das Fenster deines Gesprächspartners möglichst nah an die Kamera heranziehen. Wenn du einen Laptop benutzt, kann es ebenfalls sinnvoll sein, diesen etwas höher zu positionieren (beispielsweise auf ein paar Büchern anstatt direkt auf dem Tisch). Das führt oft zu einem besseren Winkel und erlaubt eine optimale Sitzhaltung.
Präsenz zeigen, Fragen stellen und Pausen machen
Sonst gelten eigentlich alle Best Practices wie auch beim Bewerbungsgespräch vor Ort. Zeige dich konzentriert und präsent. Stelle Fragen zum Arbeitgeber und deiner konkreten Position. So demonstrierst du Interesse am Unternehmen und zeigst, dass du dich gut auf das Gespräch vorbereitet hast. Viele Bewerber vernachlässigen diesen Punkt, ob virtuell oder nicht.
Doch speziell beim virtuellen Bewerbungsgespräch kann es sinnvoll sein, hin und wieder kurze Pausen einzulegen, vor allem wenn dein Gegenüber gerade erst gesprochen hat. Es kann nämlich immer wieder zu kleinen Verzögerungen bei der Übertragung kommen. Eine kurze Pause beugt vor, dass ihr euch ungewollt ins Wort fällt.
Ebenfalls wichtig: Cybersicherheit nicht vernachlässigen
Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung des Arbeitslebens gibt es leider auch steigende Gefahren für Bewerber und Unternehmen. So liest man immer wieder Berichte von Betrügern, die gefälschte Job-Angebote schalten, um an sensible Informationen von Bewerbern zu gelangen. Das Thema Privatsphäre und Cybersichert gewinnt deshalb an Bedeutung.
Gib bei deiner Bewerbung nicht zu viele Informationen preis und hinterfrage dubiose Anfragen zu persönlichen Daten. Außerdem solltest du die Nutzung einer VPN-App in Betracht ziehen, um alle Übertragungen zu verschlüsseln und weniger Informationen im Internet zu hinterlassen (so zum Beispiel deine IP-Adresse, die Rückschlüsse auf deinen Wohnort erlaubt). Das gilt vor allem, wenn du ein Bewerbungsgespräch an einem öffentlichen Ort über ein kostenloses WLAN-Netz durchführst. Diese sind oft schlecht geschützt und können deine Daten unbekannten Dritten offenlegen.
Seriöse VPN-Dienste bieten häufig eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie an. So kannst du die ersten 30 Tage ein kostenpflichtiges VPN risikofrei testen, anstatt ein kostenloses VPN zu nutzen, das meist nicht so gute Leistungen bietet oder mitunter deine Daten an Werbetreibende verkauft. Moderne Verschlüsselung, hohe Geschwindigkeit und zusätzliche Sicherheitsfeatures runden dabei das Gesamtpaket der Bezahl-VPNs ab.